Genehmigter Bau einer Großmoschee in Köln-Ehrenfeld führt zu kontroversen Diskussionen
Freitag, 29. August 2008Der Kölner Stadtrat gab gestern grünes Licht für den Bau einer Großmoschee in Köln-Ehrenfeld. Träger dieses Bauwerks ist die “Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion” (DITIB).
Das fünfstöckige Gebäude mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei Minaretten von je 55 Metern Höhe soll 1.200 Gläubigen Platz bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 m² Nutzfläche eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. Am 22. August 2007 lehnten es DİTİB und Architekt Paul Böhm ab, die Moschee mit niedrigeren Minaretten zu bauen. Böhm erklärte, eine stimmige Architektur erreiche man nicht durch Kompromisse. Der Architekt zeigte anhand eines Modells und vieler Zeichnungen auf, dass die Moschee sich recht gut in das bauliche Umfeld einfüge. Mehrere Bürogebäude in der Nähe seien sogar höher als die geplanten Minarette. Diese sollen nun aber nicht mehr eckig werden, wie es das Modell noch zeigt, sondern rund und in sich gedreht: So würden sie leichter und abstrakter wirken. Der Architekt rechnete damals mit einem Baubeginn im Frühjahr 2008.




Es dürfte jedem klar gewesen sein, dass der Kampf gegen Rechts nicht der NPD galt, sondern die CDU schwächen sollte. Die Säuberungen in der CDU (Wirtschaftsliberaler Block: Paul Kirchhof und Friedrich Merz, antikommunistischer Block: Laurenz Meyer, nationalkonservativer Block: Martin Hohmann und Henry Nietzsche, christlich-konservativer Block: Edmund Stoiber) sprechen eine deutlicher Sprache. Die Merkel CDU ist zu einer Light-Version verkommen. Doch erstaunlicherweise richtet sich der Kampf gegen Rechts genau gegen jene Mitstreiter Gerhard Schröders, die einst mit ihm den Kampf gegen Rechts ausgerufen haben. Sollte auch irgendwann Schröder aus der Partei ausscheiden, dann dürfte der Initiator dieser Initiative Opfer seines eigenen Programms werden. Denn nicht nur Wolfgang Clement soll gehen, sondern nach Wunsch des Juso-Vorsitzenden Bayerns auch andere Führungskader der SPD, die sich noch nicht völlig dem Linksruck ergeben haben.