Hartz IV: Frieren im Winter mit T-Shirt im Wohnzimmer?
Jeder Hartz-IV-Empfänger bekommt nach dem Regelsatz offiziell 520 Euro vom Staat. Das ist relativ viel Geld für eine Person. Dieser Betrag steht dem Bezieher komplett zur freien Verfügung, ohne Arbeit.
Frank Sage von “eigentümlich frei” spricht sogar von etwa 2100 Euro “Nettoeinkommen” für eine vierköpfige Hartz-IV-Familie.
Damit kann diese Familie den vorher erworbenen E-Klasse-Mercedes unterhalten, bei Rewe und Douglas einkaufen und das Design-Handy von Sony (so nicht!), welches jedes Familienmitglied besitzt, braucht auch nicht abgeschafft werden. Frieren muss im kalten Winter keiner: Die Miete zahlt ebenfalls Papa Staat sowie die Heizkosten. Dafür gibt es einen monatlichen Regelsatz in Höhe von 320 Euro für eine Person, und zwar fürs Nichtstun.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, 160 Euro ohne Abzüge legal zu verdienen. Das Ergebnis beläuft sich dann auf insgesamt knapp 700 Euro, welche für eine Person frei verfügbar ist. Traumhaft! Und wirklich arm ist der Hartz-IV-Empfänger nicht. Der Fernseher, welcher seit Wochen ununterbrochen läuft, zeigt seit Tagen folgendes politisches Kabarett:
Unsere linken Politiker, insbesondere Gregor G. und Oskar L. sprechen in nahezu stündlicher Regelmäßigkeit davon, dass dieser Winter zu den ersten Kältetoten führt und in erster Hinsicht seien Hartz-IV-Empfänger davon betroffen. Aufgabe des Sozialstaates sei es, sich intensiv um diese armen Menschen zu kümmern.
Fakt ist, dass “die Armen der Ärmsten” unter uns gar nicht arm sind. Wirklich arm ist mittlerweile eine breite Mittelschicht geworden, welche am Monatsende oft keinen einzigen Euro zur Verfügung hat. Die gesamten Lebenshaltungskosten, inklusive Heizöl, werden aus eigener Tasche bezahlt.
Wofür arbeitet diese breite Mittelschicht eigentlich? Dafür, dem Hartz-IV -Empfänger das Leben so leicht wie möglich zu machen? Fürs Nichtstun!
Es ist an der Zeit, mit der Legende aufzuräumen, die Arbeitslosen und sozial Schwachen müssten in diesem Land unnötig leiden. Genau das Gegenteil ist richtig. Denn unsere Volksparteien haben sich samt und sonders „soziale Gerechtigkeit“ auf ihre Fahnen geschrieben – und eben nicht die „Leistungsgerechtigkeit“. Und so kommt es, dass die Empfänger des sogenannten Hartz IV im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinausheizen können, ohne dass sie es bezahlen müssen. Dafür, dass sie es mollig warm haben, kommt die arbeitende Allgemeinheit mit ihren Steuern und Abgaben auf. Denn der Staat erstattet mit diesen Geldern ohne Diskussion und ohne Nachfragen die Gas- oder Ölrechnung der Umsorgten, so Sage von “eigentünlich frei”.
Der wohlbehütete Hartz IV-Empfänger hat beim Fern-sehen, natürlich GEZ-Gebühren befreit,seiner geliebten Freunde Gregor G. und Oskar L. sogar hämische Freudentränen vergossen: Dafür nichts tun zu müssen…und er lacht immer noch!
Der Autor dieses Textes musste vor einem Jahr in Berlin in der Nähe des berühmten Bahnhof Zoo an einem frühen Samstagmorgen erleben, wie ein offensichtlichter Hartz-IV-Empfänger die Dreistigkeit besaß, die arbeitende Bevölkerung zu diffamieren und bezeichnete mich als Kapitalistenschwein, welcher “die Kohle für ihn und seine Alte bezahlen muss”. Na, danke fürs Kompliment. Das war für mich eine positive Anerkennung, nicht zu den Sozialschmarotzern zu gehören. Und: Man sieht sich im Leben immer zwei Mal…

21. August 2008 at 17:29
Bei allen Verständnis, dass der Autor sich über einen “offensichtlichten Hartz-IV-Empfänger” - woran ist das eigentlich offensichtlich? - geärgert hat. dieser Text steckt voller Fehler:
Der Regelsatz für einen alleinstehenden Erwachsenen beträgt 350 Euro und nicht bei 520 Euro, alle anderen - Kinder, Jugendliche, in Partnerschaft lebende bekommen weniger, nämlich zwischen 60 und 80% des Regelsatzes - und der Staat zahlt Miete und Heizung auch nur bis zu einer bestimmten Höhe. In Hamburg und Hannover gibt es für diese Preise schlichtweg keine Wohnungen, ein Hartz IVer muss die Diffferenz aus dem Regelsatz zahlen oder unter der Brücke schlafen.
Für meinen Wohnort (Kassel) habe ich mir mal die Mühe gemacht, die Heizkosten durchzurechnen: *Vor* den extremen Steigerungen der letzten Wochen
musste ein Hartz IVer mit ungefähr 60% der durchschnittlichen Kosten auskommen. Nächsten Winter wirds entsprechend weniger sein, denn die
Obergrenzen sind *nicht* erhöht worden. Mit “mollig warm” und “zum Fenster heraus heizen” ist da nichts.
Mit der Hoffnung auf zukünftig besser recherchierte Texte,
Beate Rother