Montag, den 06.09.2010, 12:06:27| Home | Links | Über uns | Dossiers | Bücher | Statistiken | Gästebuch |

Pensionsansprüche der Beamten führen zu leeren Staatskassen

Was ist der Unterschied zwischen einer Pension und einer Rente?

Noch(!) hat der Beamte gut lachen...

Noch(!) hat der Beamte gut lachen...

Der Beamte zahlt während seiner aktiven Dienstjahre keine Altersrücklage in die Staatskasse ein und bekommt mit dem Erreichen seines Pensionsalters seinen Anspruch aus der Pensionskasse, welche oftmals höher ist, als die Rente eines Angestellten. Dieser wiederum zahlt fleißig seine Altersbeiträge und bekommt mit dem Erreichen der Altersgrenze von 67 eine recht magere Rente, zumindest im Vergleich zu den Beamtenpensionen.

Das Ergebnis dieses ungleichen und durchaus ungerechten Systems hat Jahrzehntelang dazu geführt, dass die Staatskasse mittlerweile leer ist.

Der SPD-Politiker Wiefelspütz ist der Auffassung, dass Beamte genauso in die Rentenkasse einzahlen müssten, wie jeder Angestellte:

“Es kann nicht sein, dass die Arbeit eines Angestellten weniger wert ist als die Arbeit eines Beamten.” Beim jetzigen System stelle sich die Frage der Gerechtigkeit. Deshalb müssten mittelfristig die beiden Systeme der Altersversorgung für Beamte und Angestellte angeglichen werden.

Korrekturbedarf sieht dem Bericht zufolge auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach. “Alle Elemente der Rentenreform müssen wirkungsgleich auf die Beamten übertragen werden”, forderte Bosbach und nannte als Beispiele die für die Angestellten geltenden Abschläge und Lebensarbeitszeit.

Der Staatsrechtler Rupert Scholz sieht die Angelegenheit noch direkter:

“Die gerechteste und sauberste Regelung wäre es, die Pensionen abzuschaffen. Dann müsste der Staat allerdings die Bezüge der Beamten deutlich erhöhen, damit diese für ihre Altersversorgung selbst aufkommen können.” Dies könne ohne Verfassungsänderung über die Besoldungsgesetze geregelt werden.

Die Beamten begründen ihre höheren Pensionsansprüche damit, dass sie während ihrer Dienstjahre im Schnitt weniger verdienten, als Angestellte in der freien Wirtschaft.

Es stellt sich die Frage wer definitiv das bekommt, was er verdient oder ob jemand eine bestimmte Summe bekommt, ohne sie verdient zu haben…

Sinnvoll ist es, die Besoldung der Beamten durchaus auch nach Arbeitsleistung anzusetzen, gekoppelt mit einem Grundgehalt, welches allerdings unterhalb der jetzigen Tarife liegt. Des weiteren müssen sie auf alle Fälle auch ihren Beitrag für die Pensionskasse leisten.

Eine Antwort zu “Pensionsansprüche der Beamten führen zu leeren Staatskassen”

  1. Beate Rother Sagt:

    Ursprünglich bekamen die Beamten soviel weniger Gehalt, wie die Angestellten an Rentenversicherungsbeiträgen zahlen mussten. Rein rechnerisch hatten sie brutto dasselbe, aber das Geld für die Pensionskassen blieb gleich beim Staat, ohne Umweg über die Gehaltszettel der Beamten. Scheint mir durchaus sinnvoll, denn es spart Bürokratie.

    In Zeiten des wirtschaftlichen Booms und der Vollbeschäftigung wurden Beamte verspottet, weil sie sich um der Sicherheit willen mit den geringen Gehältern des Öffentlichen Dienstes zufrieden gaben. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit hat sich die Bewertung offenkundig verschoben und der Abstand zwischen den Gehältern verringert. Ist aber kein Grund, über die Beamten zu schimpfen.

    Beate Rother

    P.S: Ich bin keine Beamtin, aber ein paar von meinen Verwandten.

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