Montag, den 06.09.2010, 12:13:31| Home | Links | Über uns | Dossiers | Bücher | Statistiken | Gästebuch |

Genehmigter Bau einer Großmoschee in Köln-Ehrenfeld führt zu kontroversen Diskussionen

Der Kölner Stadtrat gab gestern grünes Licht für den Bau einer Großmoschee in Köln-Ehrenfeld. Träger dieses Bauwerks ist die “Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion” (DITIB).

Computerentwurf der geplanten Moschee in Köln

Computerentwurf der geplanten Moschee in Köln

Das fünfstöckige Gebäude mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei Minaretten von je 55 Metern Höhe soll 1.200 Gläubigen Platz bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 m² Nutzfläche eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. Am 22. August 2007 lehnten es DİTİB und Architekt Paul Böhm ab, die Moschee mit niedrigeren Minaretten zu bauen. Böhm erklärte, eine stimmige Architektur erreiche man nicht durch Kompromisse. Der Architekt zeigte anhand eines Modells und vieler Zeichnungen auf, dass die Moschee sich recht gut in das bauliche Umfeld einfüge. Mehrere Bürogebäude in der Nähe seien sogar höher als die geplanten Minarette. Diese sollen nun aber nicht mehr eckig werden, wie es das Modell noch zeigt, sondern rund und in sich gedreht: So würden sie leichter und abstrakter wirken. Der Architekt rechnete damals mit einem Baubeginn im Frühjahr 2008.

Die Mehrheit der CDU-Ratsmitglieder votierte gegen das Projekt des türkisch-islamischen Verbands DITIB und stellte sich damit gegen ihren Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU), der das Bauvorhaben unterstützt. Auch die Ratsmitglieder der rechtspopulistischen Vereinigung Pro Köln lehnten den Moscheebau ab. Nach dem zuvor geltenden Bebauungsplan war der Kuppelbau mit zwei 55 Meter hohen Minaretten nicht zulässig.

Bereits am 11. August hatte sich die Bezirksvertretung von Ehrenfeld mit den Stimmen von SPD, FDP, Linkspartei und Grünen für das Bauvorhaben ausgesprochen. Das Projekt hatte Debatten über den Stand der Integration von Muslimen ausgelöst. Kritiker halten die Moschee für überdimensioniert und werfen dem Bauträger DITIB vor, zu eng mit dem türkischen Staat verbunden zu sein.

Proteste angekündigt
Am 19. September wollen sich Rechtspopulisten und Rechtsextreme aus ganz Europa in Köln treffen, um gegen die Moschee zu protestieren. Die Polizei rechnet mit 40.000 Demonstranten. An einer zweitägigen Großveranstaltung unter dem Motto “Nein zur Islamisierung” wird auch eine Delegation der FPÖ teilnehmen. Im Juni hatte FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache auf einer von Pro Köln organisierten Kundgebung gegen den geplanten Bau einer Moschee in Köln gesprochen, so die ORF-News in der heutigen Online-Ausgabe.

Toleranz?

Toleranz gegenüber dem Islam führte demnach zu der Mehrheit der Befürworter des Baues der Moschee. In Deutschland gibt es zur Zeit mehr als 30 Moscheen. Paradox ist, dass parallel in islamischen Ländern, wie z.B. der Türkei, keine christliche Kirche geduldet wird. Das Christentum wird von den meisten Muslime nicht toleriert.

Menschenrechte im Islam und Konsequenz für Europa

Der Islam ist untrennbar mit der Scharia, dem islamischen Recht verbunden. In jedem islamischen Land spielt die Scharia in der Rechtssprechung und der Rechtsfindung sowie als ethische Richtschnur im Alltag eine bedeutende Rolle. Die Scharia gilt allen islamischen Ländern als Definitionsgrundlage für den Begriff der Menschenrechte. So heißt es im Vorwort der “Kairoer-Deklaration der Menschenrechte im Islam”.

Die einzelnen islamischen Länder wenden die Scharia in unterschiedlicher Weise an. In Pakistan, dem Sudan, Saudi-Arabien ect. ist das islamische Recht einzige, unverfälschte Rechtsquelle. In anderen islamischen Ländern ist die Rechtssprechung an die Scharia angelehnt, d.h. inspiriert und durch diese begrenzt. In relativ liberalen islamischen Ländern ist man bemüht, nicht im Widerspruch zur Scharia zu stehen. Formaljuristisch ist nur der Türkei eine Ablösung von der Scharia gelungen, wobei es starke Bestrebungen gibt diese rückgängig zu machen.

Über die offizielle Rechtssprechung hinaus vermittelt das islamische Recht islamischen Bevölkerungen ein ethisches und moralisches Konzept, das unabhängig von der offiziellen Justiz in Handlungen umgesetzt wird, wie Zwangsehen, Züchtigungsgewalt gegen Frauen und Ehrenmorden, die aus dem selben „Vergehen“ der sexuellen Selbstbestimmung analog zur Scharia (dort per Steinigung oder lebenslangem einsperren) mit Mord „bestraft“ werden. Der Durchdringungsgrad islamischer Rechts- und Moralvorstellungen ist verbreitet so groß, dass selbst Moslems, die nicht streng religiös sind, sich an der Ethik islamischen Rechts orientieren. Schlicht in Ermangelung eines alternativen Denk- und Wertesystems sowie auch aufgrund von moralischem Druck durch das islamische Umfeld.

Das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in der islamischen Welt ist gravierend:

- die diskriminierte und sexuell degradierte Stellung der Frau
- totale Zensur und totales Kritikverbot an islamischer Gesellschaftsordnung und deren Grundlagen
- fehlende Rechtsgleichheit von Frauen und Ungläubigen gegenüber islamischen Männern
- vielfältige Formen der Diskriminierungen nicht-islamischer Personengruppen
- totalitärer Machtanspruch islamischer Gesellschaftsordnung
- vielfach inhumane Strafmaße und Strafmaßnahmen
- Verweigerung individueller Freiheitsrechte, insbesondere bezüglich Sexualität
- Gängelung und Entmündigung in zahlreichen Verrichtungen des Alltags, von der Wahl der Kleidung, über Ernährung, Körperhygiene, usw.

Einen Islam ohne Scharia kann es nicht geben, weil die islamische Idealgesellschaft zu Lebzeiten Mohammeds ein staatliches Gebilde samt Rechtssprechung war. Islamisches Recht stammt direkt von Allah selbst, und steht somit außerhalb jeglicher Diskussion. Es gibt lediglich Interpretationsspielräume, jedoch keine prinzipielle Möglichkeit der Ablehnung in islamischen Gesellschaften.

Von daher ist es nicht überraschend, daß die Zustimmung zur Anwendung der Scharia in islamischen Ländern sehr hoch ist.

Nicht in allen islamischen Ländern ist die Zustimmung zur Scharia so hoch. In der Türkei schwankte sie in den letzten Jahren bis hin zu 20%, wobei allerdings die Rechtsnormen der Scharia (z.B. dass muslimische Frauen keine Ehen mit Ungläubigen eingehen dürfen) weitaus höhere Zustimmung erfahren.

Islamische Länder, die bislang als „liberal“ galten, zeigen keine Widerstandskraft gegen korantreuen Aktivismus. Wie auch – die Korantreuen können sich stets auf den Koran selbst berufen, während liberale Moslems keine, dem allgemein akzeptierten Gültigkeitsstatus des Koran vergleichbare Legitimation für ihr Anliegen vorweisen können.

So ist es nicht nur logisch und konsequent, dass in islamischen Ländern mit noch nicht arabischem Durchdringungsgrad islamischer Gesellschaftsprinzipien, diese sich vorhersehbar im Laufe der Zeit durchsetzen. Schlicht, weil sie durch Koran und Hadithe nicht nur legitimiert sind, sondern definitionsgemäß eine Notwendigkeit darstellen, um die von Allah via Mohammed verkündete, einzig richtige Form menschlichen Zusammenlebens zu gewährleisten. Die Umsetzung der Scharia ist Bestandteil islamischen Gottesgehorsams, und entzieht sich, abgesehen von den Interpretationen gemäß den Rechtsschulen, jeglicher Hinterfragung für den korantreuen Moslem.

Islamfreunde in Europa nennen, um ihre Utopie von einem möglichen, liberalen Islam mit Fakten zu untermauern, gern Indonesien als Beispiel. Sie erwähnen natürlich nicht die periodisch aufflackernden Massaker an Christen und Chinesen. Doch die jüngere Entwicklung zeigt, dass auch eine relativ liberale islamische Gesellschaft jederzeit in eine korantreue Schariakultur umkippen kann.

Was bedeutet es für Europa, wenn sich der Islam immer stärker ausbreitet?

Die Fakten:

- Islamisches Recht ist Bestandteil des Islam, des Koran und der Überlieferung. Es lässt sich nicht extrahieren von den spirituellen Komponenten des Islam.

- Islamische Infrastruktur dient der Etablierung der islamischen Gesellschaftsform, die islamisches Recht beinhalten muss, da es direkt von Allah stammt, somit Glaubensinhalt darstellt. Moscheen, Koranschulen und islamische Kulturzentren dienen oder begünstigen die Ausbreitung einer pro-Scharia-Haltung in islamischen Enklaven Europas.

- Je größer islamische Enklaven werden, umso mehr erfolgt die Abgrenzung von der sündigen Welt der Ungläubigen. Umso weniger mäßigender, westlicher Einfluß, umso mehr korantreue Radikalisierung, umso weniger Akzeptanz und Verinnerlichung westlicher Werte wie Menschenrechte und Verfassungen.

Da sich in Deutschland überwiegend türkisch stämmige Moslems aufhalten, dürfte eine direkte Zustimmung zur Scharia geringer sein als z.B. in GB. Fragt man jedoch nach der Höherwertigkeit von Koran oder Grundgesetz, so zeigt sich ebenfalls eine deutliche Distanz zu Menschenrechen und GG. Es sprechen alle vorliegenden Fakten, sowohl die konzeptionellen des Islam, als auch der massive Ausbau islamischer Infrastruktur und somit die Zunahme islamischer Indoktrination, als auch die Entliberalisierung und Fundamental-Islamisierung ehemals liberaler, islamischer Länder dafür, dass die Etablierung islamischer Rechtsnormen beim Islam systemimmanent sind.

Für Europa bedeutet dies: Es spricht kein einziger Anhaltspunkt dafür, dass sich die demografisch rasch anwachsenden islamischen Minoritäten anders verhalten werden, als alle anderen islamischen Bevölkerungen in islamischen Ländern. Spätestens wenn sie große Anteile oder die Mehrheit in europäischen Ländern stellen, wird die Forderung nach der Einführung islamischen Rechts aufkommen und durchgesetzt werden.

Schon jetzt unterwirft sich die politische und mediale Elite des Westens islamischem Recht und dem Machtfaktor Islam, wenn z.B. auf Religionskritik am Islam verzichtet wird. Hier wird uns schon heute islamisches Zensur-Unrecht abverlangt, getarnt als Anstandsform. Denn die islamische Intoleranz diesbezüglich leiten sich aus der Scharia, Hadithen und Koran ab. Aus islamischer Sicht wird mit der Zensurforderung die Scharia umgesetzt.

Die Deklaration der OIC, Organization of the Islamic Conference, verdeutlicht den islamischen Anspruch nicht nur spirituelle Religion zu sein, sondern ein politisches wie juristisches Gesellschaftskonzept. Islam-Expansion in nicht-islamischen Ländern stellt für diese letztlich einen erstarkenden, juristischen wie verfassungsrechtlichen Gegenentwurf dar. Die Zielsetzung hierbei lautet, die Rechtsauffassungen der Gastländer durch islamisches Recht zu ersetzen. Denn einzig diesem kommt die Legitimation durch Allah zu. Die Hoffnungen des Westens auf einen „gemäßigten“ Islam sind faktenfreies Wunschdenken. Und selbst wenn sich dieser etablieren könnte, wäre er jederzeit gefährdet durch einen Rückfall hin zum korantreuen Islam. Der Westen öffnet dem Islam über das demokratische Prinzip Zugang zur Macht und letztlich Gesetzgebung. Europas Politiker beginnen sich bereits auf diese Entwicklung einzustellen.

Setzt sich die gegenwärtige Tendenz so fort, läuft dies auf die Abschaffung von Grundgesetz und Menschenrechten hinaus. Die Verantwortung für künftige Generationen, die dann unter dem inhumanen Unrecht der Scharia leben müssen – oder nicht, tragen wir heute!

Eine Antwort zu “Genehmigter Bau einer Großmoschee in Köln-Ehrenfeld führt zu kontroversen Diskussionen”

  1. Befremdete Sagt:

    “Es spricht kein einziger Anhaltspunkt dafür, dass sich die demografisch rasch anwachsenden islamischen Minoritäten anders verhalten werden, als alle anderen islamischen Bevölkerungen in islamischen Ländern.”

    Es ist noch schlimmer: der Durchschnitts-Bürger der Türkei ist wesentlich weniger traditionalistisch, rückständig und islamistisch als der durchschnittliche Türke, der hier in Deutschland lebt. Wer sich an der noch (!) halbwegs säkularen Gesetzgebung in der Türkei stört, kommt einfach nach Deutschland, wo er unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit” seine extremistische Interpretation des Islam ausleben, seine Frau(en) und Töchter nach Belieben bevormunden, schlagen und einsperren kann (”das ist unsere Kultur!”).

    Insofern werfe ich den Politikern Meineid vor, wenn sie einseits bei ihrer Vereidigung schwören, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, und andererseits keine Vorkehrungen treffen, daß die Deutschen durch die demographische Entwicklung (Türken kriegen weit mehr Kinder als Deutsche) demnächst eine unterdrückte Minderheit im eigenen Land sein werden.

    Das Schicksal der Christen im Irak, die von Muslimen aller Richtungen terrorisiert, gefoltert und getötet werden, sollte uns eine Warnung sein. Denn auch diese Christen waren schon 600 Jahre vor den Muslimen im Land …

    Die Auswanderungswelle rollt. Nicht nur im Irak, sondern auch hier. Zigtausende der deutschen Leistungsträger verlassen jedes Jahr unser Land. Wenn die deutschen Politiker nicht demnächst mit ihren heißgeliebten Muslimen allein sein wollen, sollten sie das Ruder herumwerfen. Wer unter den Muslimen seit zwei Jahren hier ist und immer noch keine Arbeit hat und/oder kein Deutsch kann, sollte in seine Heimat rückgeführt werden. Da die Muslime uns und unsere Lebensart ja gründlich verabscheuen, müßten sie doch eigentlich froh sei, endlich wieder unter ihresgleichen sein zu dürfen.

    Und komme mir nun keiner mit “Diskriminierung” und “Islamophobie”. Es geht um Fakten, nicht um Gefühle. Mir sind alle Fremden bzw. Ausländer willkommen, die sich halbwegs anpassen, integrieren und die gleichen Werte haben wie wir. Ausländer, die hierherkommen, um uns per “Gebär-Krieg” zu besiegen (eigene Aussage eines islamistischen Predigers) und ihre archaischen Ansichten und Lebensweise aufzuzwingen, während sie alles, was uns heilig und wichtig ist, verachten und zerstören wollen, fliegen raus.

    Und das ist noch human. Würden wir in einem islamischen Land auch nur den Verdacht erregen, daß wir missionieren wollen, blühte uns die Todesstrafe bzw. die Ermordung (jeder Moslem ist berechtigt, derart den islamischen Glauben “zu verteidigen”). Dafür gibt es mehrere Beispiel auch aus der sogenannten “säkularen” und “pro-westlichen” Türkei.

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